Wer definiert die jungen deutschen Möbelmarken? Eine Entdeckungstour mit Neue Räume

Als ich eines Tages durch einen Einrichtungskonzeptladen in Berlin-Mitte schlenderte, fiel mein Blick auf ein Sofa – minimalistisch, aber mit skulpturaler Präsenz. Es war weder klassisch nordisch noch streng modernistisch deutsch. Es lag irgendwo dazwischen – jung, frei, unverkennbar individuell. Die Verkäuferin lächelte und sagte: „Das ist neu, von Neue Räume. Gerade vor zwei Tagen geliefert.“ – So begann meine Reise mit dieser Marke, die mich bis heute nicht loslässt.

In den letzten Jahren hat sich die Art und Weise, wie junge Menschen in Deutschland über Wohnen denken, stark verändert. Funktionalität ist nicht mehr das alleinige Ziel. Viel wichtiger ist geworden, was der Raum über die Person aussagt: Welche Stimmung vermittelt mein Zuhause? Spiegelt es mich wider? Und genau hier setzt Neue Räume an – mit einer Designsprache, die nicht nur ästhetisch, sondern emotional ist. Sie erzählen eine neue Geschichte vom Wohnen der Zukunft.

Was ist Neue Räume? – Eine Designhaltung für das Jetzt

„Neue Räume“ bedeutet wörtlich übersetzt: neue Räume. Doch diese Marke steht für viel mehr als bloße Möbel. Sie ist eine Haltung – ein Aufruf, die Gestaltung unserer Räume selbst in die Hand zu nehmen. Gegründet von jungen Designer\:innen und Architekt\:innen um die 30 in Berlin, ist das Ziel einfach: Möbel zu schaffen, die das Lebensgefühl unserer Generation widerspiegeln – beweglich, bewusst, expressiv.

Die Designsprache ist dabei modular, leicht, farbsensibel und nachhaltig gedacht. Nichts wirkt aufgesetzt oder gekünstelt – alles will Teil deines Alltags sein, ohne sich aufzudrängen. Das ist kein Möbel-Label im klassischen Sinn, sondern eine Plattform für Räume, die atmen.

Was Neue Räume besonders macht, ist die Verbindung von Berliner Kreativität und deutscher Ingenieurskunst – eine Symbiose aus Emotion und Präzision. Hier fließt italienische Verspieltheit in ein solides, langlebiges Handwerk.

Produktempfehlungen – Meine Erfahrungen mit Neue Räume

Ich möchte euch nun einige Möbelstücke vorstellen, die ich selbst benutze oder ausgiebig in Showrooms getestet habe. Sie erzählen nicht nur von Form und Funktion, sondern von Begegnung und Bewegung im Raum.

1. „Nube 01“ – das modulare Sofa

  • Preis: ab ca. 1.980 €
  • Material: recycelter Schaumstoffkern, Bezug aus Samt oder Baumwollcanvas
  • Farben: Tiefblau, Weinrot, Pfeffergrau, Sahnebeige u.a.
  • Verwendung: Wohnzimmer, Leseinsel, Atelier

Ich habe drei Module des „Nube 01“ zu einer kleinen Liegelandschaft in meinem Wohnzimmer kombiniert. Der Name (spanisch für „Wolke“) passt perfekt: Es ist weich, aber nicht nachgiebig – stützend und doch einhüllend.

Ich habe mich für eine mutige Farbkombination aus Weinrot und Pfeffergrau entschieden – ein echtes visuelles Statement. Besonders in Räumen mit viel Licht entfaltet es seine volle Wirkung. Ein Nutzer aus Hamburg schrieb auf connox.de: „Dank Nube ist mein Wohnzimmer kein Möbelkatalog mehr, sondern ein Lebensraum.“

2. „Luft“ – der wandelbare Couchtisch

  • Preis: ca. 480 €
  • Material: Bambusfaser-Verbundplatte, gebürstetes Aluminium
  • Besonderheit: drehbare Doppelfläche, klappbar, ultraflach

Dieses Möbelstück hat mein Raumgefühl verändert. Ich habe es im Wohnzimmer stehen, nutze es zum Tee trinken, zum Arbeiten am Laptop oder als Bücherablage. Das Tolle: Es lässt sich je nach Bedarf auseinanderklappen oder ineinander schieben. Flach zusammengeklappt ist es nur 8 cm hoch – perfekt für kleine Wohnungen oder Studios.

Das Design ist unaufdringlich intelligent – typisch Neue Räume. Es löst Probleme, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hatte.

3. „Echo“ – das halbkreisförmige Regal

  • Preis: ca. 720 € (mittlere Größe)
  • Material: Eichenfurnier, Rückwand aus Leinenstoff
  • Farben: Natur, Schwarz, Nebelgrau

Ein absolutes Lieblingsstück. Es steht bei mir im Arbeitszimmer, aber erfüllt viel mehr als reine Aufbewahrungsfunktion. Das „Echo“-Regal ist kein Lagerplatz, sondern ein architektonisches Element – es strukturiert, zoniert, definiert.

Die asymmetrischen Abstände der Regalböden erzeugen ein Gefühl von Rhythmus. Nichts wirkt starr – alles ist in Bewegung. Ob Bücher, Vasen oder gerahmte Fotos – alles bekommt einen eigenen Moment.

4. „Sol“ – das gepolsterte Bettgestell

  • Preis: ca. 1.280 €
  • Material: Massivholzrahmen, bezogen mit Leinen-Baumwoll-Mix
  • Extras: geneigtes Kopfteil, Steckdose für Leselampen

Ich gebe zu, ich war früher sehr gleichgültig, was Betten angeht. Doch „Sol“ hat das geändert. Es ist niedrig, geerdet, beinahe japanisch in seiner Haltung. Das geneigte Kopfteil ist eine Wohltat beim Lesen oder Podcasts hören. Und die Textur des Bezugs – atmend, weich, nicht zu glatt – macht das Einschlafen leichter.

Eine Philosophie zwischen Ruhe und Energie

Was alle Produkte von Neue Räume verbindet, ist ihr „leiser Charakter“. Sie drängen sich nicht auf. Aber sie verändern etwas. Vielleicht ist es die Sanftheit der Linien. Oder die Ehrlichkeit der Materialien. Oder einfach das Vertrauen, das sie ausstrahlen.

Viele junge Menschen suchen heute keine Statusmöbel mehr. Sie wollen etwas, das sich verändern darf – wie sie selbst. Möbel, die sich in neue Lebensphasen mitentwickeln, die mitwachsen, mitwandern. Und genau das verkörpert Neue Räume.

Nachhaltigkeit als Haltung, nicht als Verkaufsargument

Was mich besonders beeindruckt, ist die Ernsthaftigkeit, mit der Neue Räume Nachhaltigkeit denkt. Alle Kleber sind formaldehydfrei, die Stoffe kommen aus europäischer Herstellung, die Verpackungen sind kompostierbar. Und was ich grandios finde: Man kann alte Möbelmodule zurückgeben – sie werden repariert, gespendet oder recycelt.

Ich habe mein erstes „Nube“-Modul nach zwei Jahren in Zahlung gegeben und mir dafür eine neue Farbvariante gekauft. Der Abholservice war kostenlos und sehr freundlich. Das nenne ich Verantwortung mit Servicequalität.

Wo kann man Neue Räume kaufen?

Auch wenn der Showroom in Berlin sehr zu empfehlen ist, bietet Neue Räume eine breite Auswahl auch über Online-Plattformen. Meine persönlichen Favoriten:

Mein Rat: Räume neu denken mit Neue Räume

  1. Nicht alles auf einmal kaufen – lieber wachsen lassen: Die modularen Systeme laden dazu ein, den Raum Stück für Stück zu gestalten.
  2. Mix statt Match: Kombiniere Holz mit Stoff, Samt mit Metall, Rund mit Eckig – Neue Räume lebt von Kontrasten.
  3. Auf das Gefühl achten, nicht nur auf die Funktion: Wie fühlt sich der Raum an? Was spürst du, wenn du darin sitzt oder liegst?
  4. Zeit einplanen, keine Schnellschüsse: Manche Stücke haben längere Lieferzeiten. Aber das Warten lohnt sich. Qualität braucht Zeit.

Ich habe in den Möbeln von Neue Räume einen Rhythmus entdeckt, der zu mir passt: still, lebendig, klug. Zwischen Struktur und Intuition. Zwischen Handwerk und Vision. Wenn du gerade dabei bist, dein Zuhause zu einem echten Ausdruck deiner Persönlichkeit zu machen, dann fang vielleicht nicht mit dem Trend, sondern mit dem Bedürfnis an. Vielleicht mit einer Lampe. Oder einem Regal. Oder einem Sofa. Und vielleicht heißt das dann: Willkommen in deinen neuen Räumen.

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